Die fotografische Arbeit Konstantin Webers ist ein Prozess der Selbstkritik und Selbstanalyse und geht der Frage nach, wie durch Bildkomposition, Inhalt und Form mögliche Erzählstränge innerhalb von Bildsequenzen entstehen können. Der junge Künstler, der derzeit an Freien Kunstakademie Mannheim studiert, schreibt über sein Arbeiten:

„Meine Arbeiten sind als Standbilder einer filmsequenzhaften Erzählweise zu sehen. Die Bilder sind fest verbunden mit den vorherigen und den folgenden, keines kommt ohne das andere aus und je mehr Bilder ich hinzufüge, desto konkreter wird die Unaussprechlichkeit für mich.

Alle meine Geschichten enden in der Fantasie des Betrachters. Man kann es als Frage ohne Antwort sehen. Ich suche nicht, was ich bis zuletzt immer dachte, nach dem Motiv. Jedes Bild, das überzeugt, ist stets eines, das plötzlich auftauchte. Ich stehe nur da und bemerke; behandle das Bild dann so wie es dieses verlangt. Und oft suchen meine Bilder vergebens nach ihrem Platz. Dann wiederum entdeckt man ein eigentlich unzureichendes Bild neu. Nicht das Bild war ungenügend, ein ehemals beiläufiges Auslösen, welches nun eine wohltuende Lösung anbietet, mein Urteil war es. Mangels Wissen übersehe ich genau in diesem Moment zahllose Bilder, die in meiner Zukunft eine überraschende Rolle spielen könnten. Einerseits macht mich das schon jetzt zum Begleiter meiner Bilder, anderseits laufe ich doch den Weg vorerst alleine.“

Abb.: © Konstantin Weber

Vernissage
Freitag, 31.05.2019 ab 20:00 Uhr
Samstag, 01.06.2019 ab 20:00 Uhr

Ausstellung bis 26.07.2019 

Öffnungszeiten
Freitag von 20:00 – 2:00 Uhr
Mi. & Do. nach Vereinbarung